#Alltagsgedanken: Nicht gleich allem nachgeben

Wie gehst Du mit dem Wunsch um, etwas Bestimmtes haben zu wollen? Erfüllst du Dir den Wunsch gleich oder kannst du ihn aufschieben? Ich denke dabei an kleine Dinge wie z.B. das Frühstück: Muss es das Brot sein mit viel Butter und Marmelade drauf? Oder kannst Du auch mit dem Müsli leben? Oft greifen wir einfach automatisch nach etwas, zu dem unser Kopf „Ja“ gesagt hat. Dabei tut uns das vielleicht gar nicht so gut, durchkreuzt unsere Pläne für eine gesunde Ernährung und wir fühlen uns hinterher schlechter. Was ist, wenn Du die Spannung aushältst und Dir nicht gleich das Marmeladebrot gönnst? Geht der Wunsch wieder weg? Wird er stärker? Du kannst jederzeit nachgeben, aber in einem ersten Moment ist es das Aushalten und Erforschen des Bedürfnisses wert.

Ich versuche mich seit dem Schweige-Retreat, in dem diese Frage eine von vielen war, immer wieder darin zu üben, mit weniger auszukommen und mir das zu geben, das mir wirklich gut tut. Es gelingt natürlich nicht immer, aber ich erinnere mich so gut ich kann, an meine Absicht (z.B. mich gut und wertvoll zu ernähren) und dann fällt es mir leichter, nach dem zu greifen, was meinem Körper gut tut, anstatt mit dem Autopiloten durchs Leben zu gehen.

 

Nachtrag: die ursprünglich Überschrift „mit weniger auskommen“ wurde durch die Neue ausgetauscht, die dem Inhalt besser entspricht 😉

11 Kommentare zu „#Alltagsgedanken: Nicht gleich allem nachgeben

  1. sehr interessant! Schonmal von „Mood Food“ gehört? ..
    Ich kann auch nur bestätigen, dass gesundes, vollwertiges Essen dem Körper und der Seele wesentlich besser tut, als Fast Food etc.
    Aber MAL darf man auch mal seinen Gelüsten nachgeben, aber sie werden weniger, je länger man gesünder isst… und manchmal schmecken sie im Nachhinein dann auch garnicht mehr so gut, wie man dachte.

    Generell bin ich seit Monaten die Wohnung am ausmisten, meinen Kleiderschrank usw..
    auch hier passt das Thema gut 🙂 dachte bei der Überschrift auch zuerst daran.

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    1. „Mood Food“ ist neu für mich, muss ich mal googeln, klingt interessant!
      Ich finde auch, dass man weniger Gelüste auf Süßes, Ungesundes hat, je länger man sich gut ernährt. Früher war es für mich ein „oh ich sollte dieses oder jenes mal weglassen“, heute eher ein „eigentlich kenne ich das und finde es gar nicht mehr soooo interessant – also nehme ich das, was meinem Körper guttut“. Aber klar darf man auch mal sündigen, finde ich auch, man muss ja kein Asket werden 😉
      Stimmt, die Überschrift ist etwas irreführend, würde eher zum Minimalismus mit materiellen Dingen passen, da hast du recht… Kleiderkasten ausmisten finde ich ebenfalls sehr befreiend 🙂

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      1. Ja natürlich… mein Gedanke geht hier mehr in die Richtung, dass wir uns nicht immer und sofort jeden Wunsch erfüllen (z.B. beim Essen) und dass wir frei sind in unseren Entscheidungen, anstatt dem Autopiloten blind zu verfallen. Es geht nicht um Askese, sondern die Freiheit, mir mal etwas zu gönnen oder eben „nein“ sagen zu können.

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  2. Reduktion habe ich auch auf meinem Blog schon thematisiert.
    Ich habe z.B. kein Fernsehgerät mehr, aber noch immer viel zu viele technische Geräte.
    Wir haben es ja mittlerweile „geschafft“, dass wir meist nicht mehr unser eigenes LEBEN leben sondern eher gelebt werden, mir geht es manchmal so.
    Mich nervt dieses – zumindest gefühlte – Tempo zusehends, mittlerweile habe ich gelernt auch mal NEIN zu sagen …

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      1. Kommenden Freitag gibt´s eine Rezension vom Buch „Darm-IQ“, da geht´s um das Bauchhirn und dessen Zusammenwirken mit dem Kopfhirn.
        Interessantes Buch, wenn man einen Begriffe wie „Darmreinigung“, Bakterien, Darmflora nicht abschrecken – gibt ja auch Menschen die das im Detail nicht so genau wissen wollen …

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