#Rezension: Sei nicht so hart zu dir selbst

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„Du bist oft unzufrieden mit dir? Du möchtest vieles in deinem Leben anders haben? Du erlebst dich oft im Stress? Herzlich Willkommen im Club der inneren Kritiker“ – mit diesen Worten begrüßt uns der Konstanzer Psychotherapeut und Autor Andreas Knuf in seinem neuen Buch. Tröstlich ist, dass der Club der inneren Kritiker sehr viele Mitglieder zählt 😉 – wir uns also in guter Gesellschaft wägen, wenn wir allzu kritisch mit uns umgehen. Noch tröstlicher ist, dass es nicht bei der Dauernörgelei bleiben muss und es einen Ausweg gibt. Diesen Weg stellt uns Knuf auf eine humorvolle und zugleich einfühlsame Weise vor:

Freundlich mit Dir selbst umgehen

Selbstmitgefühl lautet das Zauberwort – und damit ist eine Haltung gemeint ist, die von Achtsamkeit und Mitgefühl für sich selbst geprägt ist. Knuf nimmt eine wichtige Unterscheidung zwischen Selbstmitgefühl und Selbstwertgefühl vor und zeigt auf, wie wir mit der dauernden Selbstverurteilung aufhören können (z.B. den eigenen Quälgeist kennenlernen und beim Namen nennen; Gedanken als Gedanken und nicht als die Wahrheit erkennen). Der Autor gibt praxisnahe Anleitungen, wie wir unseren Schmerz annehmen und uns trotz alledem (oder gerade deswegen) mit der Welt verbunden fühlen können. Er geht auf das buddhistische Konzept des „Interseins“ ein und lehnt sich auch sonst stark an traditionell buddhistischen Meditationen (wie z.B. Liebende Güte) an.

Subjektive Eindrücke

Ich hatte schon einiges von Andreas Kauf und seinen Büchern rund um das Thema Selbstmitgefühl gehört und freute mich sehr auf dieses Exemplar. Wie erwartet ist es sehr angenehm und locker geschrieben. Persönliche Erfahrungen des Autors und zahlreiche hilfreiche Selbstreflexionsübungen ergänzen die theoretischen Erklärungen, die allesamt leicht verständlich sind. Besonders eindringlich war für mich der Hinweis, dass wir uns selbst am nächsten sind, d.h. wenn wir nicht freundlich mit uns umgehen, wer soll es dann tun? Wir können nicht ein Leben lang darauf warten, dass uns andere Menschen freundlich behandeln – besser, nämlich unabhängiger und zuverlässiger, ist es, sich selbst als guten Freund zu haben. Sehr eindrücklich war auch der Erfahrungsbericht einer Frau, die Zeit ihres Lebens psychisches Leiden erfuhr, doch durch die intensive Auseinandersetzung mit Selbstmitgefühl gesund und glücklich wurde. Das dürfte für jeden, der schon einmal in einer psychischen Krise steckte, ein wirklicher Hoffnungsschimmer sein.

In diesem Sinne möchte ich Euch, lieben Leserinnen und Lesern dieses hilfreiche Buch sehr ans Herz legen.

Herzlichen Dank an den Verlag für dieses interessante, kurzweilige Rezensionsexemplar!

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Titel: Sei nicht so hart zu dir selbst – Selbstmitgefühl in guten und in miesen Zeiten/ Autor: Andreas Knuf/ Verlag: Kösel, München/ Erscheinungsjahr: 2016/ Umfang: 219 Seiten/ ISBN: 978-3-466-34622-6

5 Kommentare zu „#Rezension: Sei nicht so hart zu dir selbst

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