Nachgelesen: Metta Meditation von Sharon Salzberg (3)

Heute gibt es wieder einen kürzeren Beitrag der Nachlese – der gestrige war doch ziemlich monströs! 😉 Ich versuche das Ganze in verträglicheren Dosen und thematisch zusammengehörig zu gliedern. Leider, und das stört mich etwas am Buch, ist die Aufteilung der Kapitel für mich nicht ganz so schlüssig und es wiederholen sich an manchen Stellen immer wieder ähnliche Themen (was pädagogisch ja durchaus wertvoll sein kann). Nichts desto trotz ist es für mich ein grandioses Buch, was ich ja auch schon mehrfach erwähnt habe. Dann also auf zu den Inhalten…

Im dritten Kapitel schreibt Sharon Salzberg unter anderem über die Kraft der Intention, die alleine das Sprechen der Metta-Sätze bewirkt.

„Wenn wir wiederholen, ‚Möge ich glücklich sein, mögen alle Lebewesen glücklich sein“ verwurzeln wir diese feste Absicht wie ein Samenkorn in unserem Denken. Zu gegebener Zeit wird es aufgehen.“

Dies zu lesen war und bleibt für mich ein sehr großer Ansporn, um die Metta Meditation regelmäßig zu praktizieren. Wir können unseren Geist also alleine durch die Intention auf eine positive Spur bringen. Schön finde ich hier auch die Sichtweise, dass es nicht darum geht, ein bestimmtes Gefühl zu erzwingen, sondern sich eigentlich nur meditativ zurückzulehnen.

„Wir säen, ohne uns um ein unmittelbares Ergebnis zu sorgen.“

Genauso motivierend war es für mich auch, von den elf wohltuenden Wirkungen zu lesen, die sich laut Buddha durch die Pflege der Liebenden Güte (=durch regelmäßige Metta Meditation) einstellen. Gerade, wenn das Meditieren „zäh“ ist und und scheinbar nichts bringt, tut es gut, sich an dieser „Früchte“ zu erinnern:

  1. Du wirst leicht schlafen.
  2. Du wirst leicht aufwachen.
  3. Du wirst angenehme Träume haben
  4. Die Menschen werden dich lieben.
  5. Devas (Himmelswesen) und Tiere werden dich lieben.
  6. Devas werden dich beschützen.
  7. Äußere Gefahren (Gift, Waffen, Feuer) werden dir nicht schaden.
  8. Dein Geist wird heiter sein.
  9. Dein Gesicht wird strahlen.
  10. Du wirst friedvoll sterben.
  11. Du wirst in glücklichen Daseinsbereichen wiedergeboren.

Sharon Salzberg erklärt bei jedem Punkt, was Buddha damit meinte und wie wir ihn zu verstehen haben. Die Lehre der Wiedergeburt ist natürlich stark im Buddhismus verankert. Wer diese Weltanschauung nicht teilt, kann auch davon ausgehen, dass sich die Vorzüge von Metta noch in diesem Leben zeigen werden, so Salzberg.

Bei traditionellen Metta-Schulungen ist es üblich, diese Aussagen auswendig zu lernen. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, sie am Ende der Meditation leise für mich zu sprechen, weil sie eben so schön den Nutzen des Meditieren aufzeigen und mich motivieren, dabei zu bleiben.

Im nächsten Teil der Nachlese wird es um die Hindernisse bei dieser Art der Meditation gehen.

Die bisherigen Teile der Nachlese:

Teil 1

Teil 2

Detailangaben zum Buch:

Metta Meditation. Buddhas revolutionärer Weg zum Glück/ Sharon Salzberg/ 207 Seiten/ Arbor Verlag/ Freiamt 2003/ ISBN 978-3-924195-90-8

Sollte die Autorin oder der Verlag etwas gegen diese Beiträge haben, bitte ich um entsprechende Information. Dann werde ich sie natürlich entfernen und die Notizen lediglich für mich persönlich abspeichern.

3 Kommentare zu „Nachgelesen: Metta Meditation von Sharon Salzberg (3)

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